Die Geschichte des Klosterguts Schelzberg

Das Gut Schelzberg liegt am Eingang des romantischen Sasbachwalder-Thales in einer der reizendsten und mildesten Gegenden des Landes. Es ist eine Viertelstunde vom Erlenbad, ebenso vom Denkmal des Marschalls Turenne, eine Stunde von der Stadt Achern, 3 Stunden von Baden und 5 Stunden von Straßburg entfernt“ (Aus einer Anzeige zur „Verlosung des Gutes Schelsberg 1827“).

Klostergut Schelzberg

Der durch seine Lage so sehr durch den Weinbau begünstigte Schelsberg findet nah einer vor dem Jahre 1500 liegenden Erwährung, als das Gut einem zu (Baden) beheimatete Stift gehörte. 1530 Bestätigung als Rebhof und erhielt 1601 eigenes die Weingerechtigkeit verbrieft.

Schelzberg Alt

Um 1700 ist der Schelsberger Hof ein „freyes Riderliches guth“ und gehörte dem Junker von Dußling, der wohl im Zusammenhang zu sehen ist mit dem uralten Freiburger Adelsgeschlecht „von Tußlingen“, das sich weit verzweigte. Als das Hofgut, im zeitigen Frühjahr 1713 Abt Bernardus vom Kloster Schwarzach zum Kauf angeboten wurde, war es bereits in ein bürgerliches Gut übergangen und befand sich im Besitz von Friedrich Reifsteeg und dessen Tochtermann Hanß Martin Hurst, Bürger und Hosenstricker zu Baden-Baden. Die Verkaufsverhandlungen zögerten sich hin, da das „gebäu zimblich ruinös und die Reben im abgang sindt“. Zwischenzeitlich ließ auch Abt Bernhard die Möglichkeit untersuchen, den Hof in ein freies Gut zurück zu verwandeln, womit es abgabenfrei geworden wäre: doch diese Bestrebungen scheiterten. Der Verkauf kam schließlich am 22.Mai 1713 um die Summe von 1800 Gulden zustande, wobei noch alte Schulden in Verrechnung kamen.

Schelzberg Alt 2

Nach dem mustergültigen Ausbau und der Erweiterung der Landwirtschaftlichen Kulturen wurden auch die einzelnen Gebäude des Hofgutes völlig erneuert. Im Rahmen dieser umbauten wurde das Haus des Pächters, das sogenannte „Meierhaus“ in ein geräumiges Herrenhaus umgestaltet mit einer „grosen Stube auf dem Hof (hinaus) samt oberen Zimmern“. Sie dienten der unterbringen von Abt und Mönchen, wenn diese im Klostergut ihren Aufenthalt nahmen, wie etwa in der Zeit der Traubenlese.

Klostergut Schelzberg Keller

Gleichzeit ließ das Kloster auch die Kelleranlagen beträchtlich ausbauen und behielt sich einen großen Teil davon für seine Zwecke. Hier wurden dann nicht nur die Schelsberger Weine für das Kloster Schwarzach eingelagert, sondern auch jene aus den klösterlichen Besitzungen in Ringelbach und im Herztal. Es lagerten hier beispielsweise im Jahre 1729 insgesamt 403 Fuder Wein der verschiedenen Jahrgänge von den drei genannten Bereichen.

Im Jahre 1714 errichtete die Abtei Schwarzach auf ihrem Klostergut Schelsberg eine Kapelle, die dem heiligen Michael geweiht war. Damit hierdurch die Rechte und Oberhoheit des Landkapitels Ottersweier und der Pfarrei Sasbach nicht geschälert wurden, waren Turm, ständige Aufbewahrung des Allerheiligsten oder sonst auf dauernden Gebrauch ausgerichtete Einrichtungen nicht erlaubt.

Im Jahre 1714 errichtete die Abtei Schwarzach auf ihrem Klostergut Schelsberg eine Kapelle, die dem heiligen Michael geweiht war. Damit hierdurch die Rechte und Oberhoheit des Landkapitels Ottersweier und der Pfarrei Sasbach nicht geschälert wurden, waren Turm, ständige Aufbewahrung des Allerheiligsten oder sonst auf dauernden Gebrauch ausgerichtete Einrichtungen nicht erlaubt.

 

Die Kapelle, deren Glöcklein fortan auf dem Dach des Anwesens seinen Platz einnahmen, sollte nicht den Einwohnern für Kirchliche Zwecke dienen, sondern den im Gut weilenden Geistlichen die Möglichkeit zur Feier der Messe bieten.

 

Im Rahmen der Aufhebung des Klosters Schwarzach und Übernahme durch den badischen Staat erfolgte im Dezember 1802 eine genaue Bestandsaufnahme des Schelsberger Hofgutes. Das hierbei gefertigte Verzeichnis des Inventariums an festem und beweglichem Gut ermöglicht einen nur selten so detaillierten und aufschlussreichen Einblick in die Struktur eines solchen im Ort führenden Hofgutes.

 

Hinsichtlich der Gebäulichkeiten heißt es „Ein anderthalb stöckiges Rebhaus, worin eine Kapelle befindlich, in welcher des Jahres einmal Messen gelesen wird. Unten daran steht die Scheuer und Stallung, weiter unten das Trotthaus. Neben dem Wohnhauß steht das Dörrhaus und Schweineställe.

 

An Liegenschaften sind 20 Joch (1Joch =37a) Waldungen auf dem Schelsberg, 8 Joch Reben (nach anderer Maßberechung sind es 45 Steckhaufen), 9 Joch Matten, 9 Joch verlehntes Ackerfeld und 3 Joch Acker und Vorgelände.

 

In der Rubik „Faß und Bandgeschirr“ finden sich 4 Trottbütten zwischen 18 und 50 Ohm sowie 13 Fässer mit einem Gesamtfassungsvermögen von rund 52 000 Liter.

 

Weiterhin finden sich „5 Küh und 3 Anbindlinge“ sowie die zum Betrieb der Landwirtschaft erforderlichen Geräte, angefangen vom „großen Wagen“ über „Schalt Kärch“ bis zu den Leitern und „Bronnen Ketten“ verzeichnet

 

Mit der erwähnten Verstaatlichung und dem Übergang an Baden endete eine Glanzvolle Epoche der Geschichte des Schelsberges. Das neuerliche Staatsgut wurde an den Freiherrn von Oehlhafen verkauft. Von Schulden und misslichen Umständen bedrängt, versuchte die im Stich gelassene Freifrau, das öfters vergeblich zum Verkauf ausgeschriebene Gut Schelsberg bei einem Taxwert von 40 600 Gulden sogar durch eine Lotterie (Lospreis: 4 ½ Gulden) loszuwerden. Danach wechselte des Öfteren der Besitzer: unter ihnen war auch der Schlossherr von Rodbeck, Obergerichtsrat a.D. Fried. Schlierphacke.

 

Anno 1928 kam der Schelsberg in den Besitz der Familie Hockenberger und wurde durch vorbildliche Bewirtschaftung zu einem Mustergut. Wie in früheren Zeiten nimmt auch heute der Rebbau den gewichtigsten Platz ein. Die mit höchsten Auszeichnungen prämierten Weine als Riesling, Spätburgunder, Gewürztraminer, Müller-Thurgau, Ruländer und Weißburgunder können an Ort und Stelle verkostet und – wie auch allerlei Edelbrände diverse Obstarten bis hin zur Spezialität des Gewürtraminer-Marc-im Rahmen der Eigenvermarktung erworben werden. Auf dem Schelzberg und am Knetschwasen hat man zuweilen den schwarzen Pfaff als großen Mann mit einem Buch unter dem Arm umgehen sehen. Aber nur Leute, die im Advent geboren sind, können ihn sehen. Ein Kapuzinerpater aus Schwarzach hatte ihn in den hinteren kleinen Keller auf dem Schelzberg-Gut hineingeschworen. Als aber ein anderer Besitzer aufgezogen ist, hat er das Schloß von jener Tür wegmachen lassen. Da ist eine große Kugel herausgeschossen, hat alle an die Wand und auf den Boden geworfen und ist zum anderen Keller hinaus und die Staffel hinauf. Seit damals ist der schwarze Pfaff wieder umgegangen, der Pächter und ein anderer Mann haben ihn oftmals gesehen.

Der Schwarze Pfaff

Nachts hat er auf dem Speicher und auf der Treppe gepoltert und spektakelt, dass niemand mehr hat schlafen können. Des Öfteren sind den Kühen auch morgens die Ketten in geschlossenem Zustand abgenommen gewesen, der Haltestift ist noch im Ring gesteckt.

 

Manchmal ist der Geist auch bei der Brücke unten am Schelzberg gestanden. Ein Bierbauer von Sasbachwalden ging dereinst in der Nacht zwischen zwölf und ein Uhr von Achern her dort vorbei mit seinem Hund. Bei er Brücke hat er gerufen: "Jetzt, Pfaff komm, wenn du etwas willst!" Sogleich ist er auch schon im Bach gelegen. Der Hund hat den Schwanz eingezogen und ist nach Hause gerannt. Als man dort das Tier ohne seinen Herrn gesehen hat, hat man gemeint, er sei verunglückt. Ein paar Männer sind darauf fortgegangen, um ihn zu suchen. Denen ist dann der Bierbrauer ganz naß und verscheucht entgegen gekommen und hat ihnen erzählt, der schwarze Pfaff habe ihn in den Bach geworfen.

 

Ein alter Mann erzählte dazu: Der Pfarrer von Sasbachwalden hat ihn auch gesehen. Wenn er auf dem Schelzberg-Gut einen Besuch gemacht hatte, ist er niemals alleine heim. Er hat immer meinen Vater mitgenommen. Der hat den Geist nicht sehen können.

 

Gesehen habe ich ihn selber nicht, aber als ich einmal in der Nacht von Kappelrodeck heimging, hat mich oben auf dem Knetschwasen etwas in die Matte hinuntergeworfen.

Und ein andermal, als ich dort vorbeigemußt habe, sind die Bohnenstecken so groß gewesen wie Hopfenstangen. Da habe ich bei mir gedacht, da steckt der schwarze Pfaff dahinter und bin wieder zurück und bei der Antoniuskapelle vorbei nach Hause.

 

Der schwarze Pfaff trieb in frühen Jahren sein Unwesen um den Schelzberg. Der Sage nach stieß er Spätheimkehrer von der unteren Brücke in den Bach, als diese nach den Fischen schauten. Später wurde er im hinteren Keller des Schelzberges eingemauert.

 

Doch Vorsicht, viele haben ihn schon wieder sein Unwesen treiben gesehen!

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